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Global Outbreak
Der Ausbruch des Morus-Virus (MV-26) begann in Südkorea im Juli 2026. Zeitgleich wurden jedoch auch aus zahlreichen anderen Ländern ähnliche Vorfälle gemeldet. Innerhalb weniger Wochen entwickelte sich der Ausbruch zu einer weltweiten Katastrophe, von der kein Kontinent verschont blieb. Regierungen brachen zusammen, Grenzen verloren ihre Bedeutung und der Kontakt zu vielen Staaten riss vollständig ab. Bis heute ist bekannt, dass die gesamte Welt vom Morus-Virus betroffen ist und die Zivilisation zerstört wurde.

Zunächst gingen die südkoreanischen Behörden von einer neuartigen, aggressiven Infektionskrankheit aus. Die ersten Fälle traten vereinzelt in Krankenhäusern auf, doch innerhalb weniger Tage häuften sich Berichte über Menschen, die nach ihrem Tod plötzlich wieder zum Leben erwachten und andere angriffen. Da viele Augenzeugenberichte widersprüchlich erschienen, wurden sie zunächst als Falschmeldungen oder Panikmache abgetan.

Mit jeder Stunde stieg die Zahl der Opfer. Krankenhäuser waren überfüllt, Rettungsdienste arbeiteten am Limit und die Polizei verlor zunehmend die Kontrolle über die Situation. Erst als sich bestätigte, dass jeder Verstorbene – unabhängig von der Todesursache – nach kurzer Zeit als Untoter zurückkehrte, wurde das wahre Ausmaß der Katastrophe erkannt.

Die südkoreanische Regierung verhängte den landesweiten Ausnahmezustand und rief das Militär zur Unterstützung auf. Großstädte wie Seoul, Incheon, Busan und Daegu wurden teilweise abgeriegelt, um die Ausbreitung der Infizierten einzudämmen. Evakuierungszentren und militärisch gesicherte Schutzzonen entstanden innerhalb weniger Tage, während Tausende Menschen versuchten, den dicht besiedelten Städten zu entkommen.

Die Maßnahmen kamen jedoch zu spät. Straßen waren durch liegengebliebene Fahrzeuge blockiert, Kommunikationsnetze fielen aus und zahlreiche Evakuierungsrouten wurden von den Infizierten überrannt. Mit jedem Gefecht stieg die Zahl der Toten – und damit auch die Zahl der Zombies. Innerhalb weniger Wochen brach die öffentliche Ordnung vollständig zusammen. Die Regierung verlor den Kontakt zu zahlreichen Regionen des Landes, während sich verbliebene Militärverbände zunehmend auf die Verteidigung einzelner Stützpunkte konzentrierten.

Als klar wurde, dass eine Rückeroberung des Landes nicht mehr möglich war, lösten sich viele staatliche Strukturen auf. Soldaten desertierten, Beamte flohen mit ihren Familien oder schlossen sich Überlebendengruppen an. Nur wenige militärische Einheiten blieben organisiert und errichteten befestigte Sperrzonen, in denen sie versuchten, die verbliebene Bevölkerung unter strenger Kontrolle zu schützen.

Heute, mehrere Monate nach dem Ausbruch, ist nicht nur Südkorea, sondern die gesamte Welt nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die meisten Städte liegen verlassen da und werden von den Untoten beherrscht. Strom- und Wasserversorgung existieren nur noch in wenigen gesicherten Gebieten, während Nahrung, Medikamente und Munition zu den wertvollsten Gütern gehören. Reisen zwischen den verbliebenen Siedlungen sind lebensgefährlich, denn nicht nur die Zombies stellen eine Bedrohung dar – auch rivalisierende Überlebendengruppen kämpfen um die letzten Ressourcen.

Für die meisten Menschen besteht das Leben nur noch aus einem einzigen Ziel: den nächsten Tag zu überleben. Hoffnung auf eine Rettung oder die Rückkehr der alten Welt gibt es kaum noch. Stattdessen versuchen die verbliebenen Gemeinschaften, sich in einer Welt zurechtzufinden, die längst nicht mehr den Lebenden gehört.